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Zelten mit Hund - #1 Holland

Vorbereitung / Packen

Ein Zelt, zwei Schlafsäcke und drei Isomatten. Eine war für die Hunde. Sicherlich hätte ich mich am liebsten in diversen Hunde-Outdoor-Shops mit teuren Hundedecken, -matten und -jacken eindecken können, aber ich sage euch: es reichen die Basics!

Sofern ihr nicht in wirklich in kalte Regionen fahrt, in denen es eben auch vom Boden her durchkühlt, könnt ihr genau das für eure Hunde mitnehmen, was auch für euch nötig ist. 

Dennoch haben wir in unserem Monat des Zeltens, wie ich ihn mal nenne, einiges gelernt. 

Daher werde ich euch in Artikel drei der Zelt-Reihe eine kleine Packliste vorstellen. Darin enthalten ist alles, was wir in insgesamt 3 Wochen an 3 ganz unterschiedlichen Orten wertgeschätzt oder vermisst haben. 

Das Zelt

Wir haben unser Zelt zuvor nicht gemeinsam mit den Hunden getestet. 

Aber wir haben bei der Auswahl auf Qualität und genügend Freiraum geachtet, damit es vor allem für die Hunde auch einen Wohlfühlbereich darstellt. 

 

Bei unserer Wahl sind wir in einem Outdoorladen auf ein Zelt für drei Personen gestoßen, dass genügend Platz für uns und unsere zwei Border bietet. 

Den Holland-Trip startete ich übrigens mit einer Freundin und Dominik kam am Wochenende nach. So lagen die letzten Nächte drei Zweibeiner und zwei Vierbeiner eng aneinander und wir alle haben durch die gute Nordseeluft geschlafen wie die Babys.

Wir wollten es minimalistisch wie immer halten und haben auf ein riesen Vorzelt verzichtet. 

Hierzu rate ich jedoch bereits jetzt schon, wenn ihr öfter in Schlechtwetter-Regionen unterwegs seid, oder euch das Aufhalten in Sitz- oder Stehhöhe extrem wichtig ist. 

Wir hatten ein stinknormales Zelt, in dem man maximal leicht aufrecht sitzen konnte.

 

Als lediglich Festival-Zelter können wir sagen: wir waren durchweg happy und bei "heiter bis wolkig" braucht man nichts Größeres. 

Die Regenstunden am Abend haben wir gemütlich im Zelt verbracht, ansonsten sind Hundeleute ja auch im Nassen unterwegs. Jedoch gestehen wir uns ein, dass eine Woche Dauerregen mit zwei Hunden im Zelt ziemlich anstrengend gewesen wären. 

Aktivitäten

Strand Strand Strand.

Da unser Campingplatz direkt hinter dem Strand lag, zog es uns dort auch immer wieder hin. 

Zwei wasserverrückte Border Collies kommen in Holland auf jeden Fall auf Ihre Kosten. Die Strandabschnitte sind alle super beschildert und oberhalb lassen sich Schilder finden, die Hundeverbote kennzeichnen. 

Wir haben jedoch festgestellt, dass es mit wenigen Ausnahmen, überall gestattet ist, Hunde mitzunehmen. Leinenpflicht besteht meist zwischen 10 und 19 Uhr. 

Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir die ersten Tage die einzigen waren, die sich daran hielten. 

Alle Holländer als auch die anderen Touristen waren offen und ließen Ihre Hunde auch frei laufen. 

An den kilometerlangen und unfassbar breiten Stränden, würde sich wohl auf kaum jemand die Mühe machen, zu einem zu laufen und rumzumeckern. 

Ich muss dazu sagen wir waren in der Vorsaison Anfang Juni dort, wahrscheinlich ist zu dieser noch kühleren Zeit alles etwas ruhiger und leerer. Jedoch sind die ausgewiesenen Regelungen auch in der Hauptsaison die Gleichen. 

Fahrradfahren

Klar, ganz Touri-like ist das auch für uns vier ein Muss. Außerdem haben wir es lange nicht geübt und für lächerliche 11 Euro gehörten die Räder für 24 Stunden uns! 

Für die Hunde war das eine Abwechslung vom trägen Strandleben ;) und die breiten Radwege oberhalb des Strandes sind auch mit Hunden stressfreie Radelstrecken. 

Außerdem konnten wir immer mal kurz Rast machen und Max & Mubi ein Bad in der Nordsee ermöglichen. 

Bei Maximaltemperaturen von 25 Grad hatten wir aber auch beste Bedingungen und konnten uns wunderbar zu weiter entfernten Stränden bewegen ohne das Auto benutzen zu müssen. 

Und sonst so?

Fährt man von Ouddorp ca 10 Minuten südlich über den Bouwersdam, vorbei an den zahlreichen Strandpavillons, so gelangt man automatisch zu einer steineren Bucht, an der sich  wirklich immer Seehunde tummeln. Jedenfalls konnten wir dies mehrfach beobachten. 

 

Von dort aus empfehlen wir euch: setzt euch in einen der Strandpavillons wie Natural High und schaut den Kite Surfern zu. Wir könnten das ewig tun. Außerdem kann man dort oder auch im Brouw, etwas weiter vorne auf dem Brouwersdam, richtig leckere Pommes essen. 

 

Außerdem haben wir durch einen kleinen Surfshop in Ouddorp vom Beach Yoga erfahren. Hier gibt es täglich Yoga Kurse und für nur 8,50 Euro hatten wir einen tollen holländische Yoga Unterricht direkt am Strand.

 

Unsere zwei Hunde waren überall gern gesehen. Ich würde die Restaurantbesitzer sogar als Hundeliebhaber statt nur als "hundefreundlich" bezeichnen. 

 

Cool!

Zwischen allen Aktivitäten haben wir regelmäßig das Zelt aufgesucht, um den Hunden ein wenig Ruhe  zu ermöglichen. Es ist unglaublich, wie sie diese wenigen Quadratmeter als Ihre "Höhle" annehmen und dort sofort zur Ruhe kommen können. 

Zu eng war es auch ganz und gar nicht. Wir haben mittlerweile sogar das Gefühl, dass wir uns alle noch näher gekommen sind und uns die Zeltreisen noch mehr zusammenschweißen.

Ein tolles Gefühl!

 

Weniger cool!

Wir müssen unbedingt an Insektenschutz für uns als auch für unsere Umgebung denken. Da Dominik nach kam, hat er beides mitgebracht. Seltsamerweise wimmelte es in Holland vor Zecken und auch andere  Krabbeltiere nutzten Max und Mubi als Schiff um in den sicheren Hafen des Zeltes zu gelangen.