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Reisevorbereitungen mit Hund

 

Wo soll es hingehen?

Wie lange werden wir unterwegs sein?

Reisen wir mit den Camper oder mit dem Auto?

Was kann ich dementsprechend alles mitnehmen?

Wie sind die Temperaturen und ganz wichtig: Wie sind sind die "Bedingungen" in dem jeweiligen Reiseland?

 

Die Liste der Fragen, die sich viele vor einer Reise mit Hund stellen, ist sicherlich bei vielen besorgten Hundemuttis noch länger.

Aber keine Sorge, ich verstehe euch ja! Schließlich soll euer Vierbeiner den Urlaub genauso genießen wie ihr!

Macht euch trotzdem nicht zu viele Gedanken. Und bitte nur eine kurze To-do-Liste!

Sofern ihr in Europa bleibt, nicht unbedingt mit dem Flugzeug reist und ihr einen lebensfrohen Hund habt, ist ja alles auch recht easy. 

Ein Artikel zu verfassen, der alles, was man tun könnte, beinhaltet, wäre wohl endlos lang, daher begrenze ich mich mal auf ein paar Tipps, die sich im Nachhinein als super wertvoll herausgestellt haben. Außerdem schafft ja so eine klitzekleine To-do-Liste ein gutes Gefühl in Hundemamas und -papas Bauch. :)


1. Einreisebestimmungen kennen

Man sollte meinen, dass man diesen Punkt nicht erwähnen müsste. Aber wir haben tatsächlich Reisende getroffen, die nicht darüber Bescheid wusste, dass sie ihren Hund einem Bluttest unterziehen müssen, um nach Marokko wieder zurück zu dürfen. 

Gut, woher soll man das wissen.  Wir haben uns einfach vor jedem Land genau informiert, was wir brauchen und wogegen Max & Mubi geimpft sein müssen. 

 

Auch wenn ihr in Europa überall recht einfach einreisen dürft, schaut doch trotzdem mal wie die Menschen in eurem Traumland den Vierbeinern so generell gegenüberstehen. Vielleicht vergöttern sie Hunde ebenfalls oder es gilt strenge Leinenpflicht?

2. Rechtzeitig planen

In einigen Ländern, auch in Europa, sind gewisse zeitliche Regeln festgelegt. In Norwegen darf der Hund beispielsweise nur einreisen, wenn er mindestens 24 Stunden, höchstens allerdings 72 Stunden zuvor entwurmt wurde. Eine Impfung muss oft mehrere Wochen zurückliegen, damit sich genügend Antikörper gebildet haben und ein vollständiger Schutz besteht. 

3. Impfpass Check

Ein Europäischer Heimtierausweis/ Impfpass gehört genauso zu den Reiseunterlagen, wie euer Personalausweis.

Kontrolliert daher vor eurer Abreise (auch rechtzeitig) welche Imfpung wann ausläuft und ob euer Hund generell gegen alles Notwenige geimpft wurde. 

Bei Junghunden ist dies besonders oft ein Thema, da Welpen gegen einige Krankheiten erst später geimpft werden können. 

Ansonsten haben wir erst unterwegs mal einen Gesundheitscheck beim Tierarzt machen müssen, um nach Marokko zu dürfen. 

Wenn es euch beruhigt, könnt ihr solch einen Test ja auch vorher machen. 
Eine allgemeine Blutuntersuchung macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da ja nicht immer auf alles getestet wird. 


4. Reiseapotheke

Haben wir uns eine extra Reiseapotheke für Max & Mubi angeschafft?

Nein! 

Aber wir haben es einfach so gehandhabt, wir wir uns selbst schützen. Neigen wir zu Kopf- oder Bauchschmerzen, dann nehmen wir uns ja auch etwas gegen diese Beschwerden mit. Allerdings statten wir uns nicht immer gegen alle Eventualitäten aus. 

Besonders, wenn es in dem geplanten Land auch Apotheken und Tierärzte gibt. Und zumindest in Europa ist das überall der Fall.

Demnach: wenn euer Hund oft unter Durchfällen, dreckigen Ohren, roten Augen oder was auch immer leidet, dann packt das selbstverständlich ein und ihr seid auf der sicheren Seite. 

Gegen akute Unfälle und Verletzungen hat uns ein normales Erste Hilfe Set geholfen. 

5. Spartipp

Ihr habt euren Trip geplant und schon genau überlegt wo ihr wann nochmal zum Tierarzt müssen. 

Tut eurer Reisekasse bitte selbst einen Gefallen: Wenn ihr jetzt schon wisst, dass euer Hund beispielsweise in Schweden nochmal bei einem Tierarzt entwurmt werden muss, nehmt das entsprechende Mittel selbst mit!

Wir mussten Max & Mubi auf unserer Reise dreimal entwurmen lassen. Eigentlich wird dabei dann nur beobachtet, wir ihr eurem Hund die Tablette verabreicht, was dann wiederum im Impfass dokumentiert wird. 

Daher könnt ihr die Tablette selbst mitnehmen und in einigen Ländern, in denen die Tierarztkosten generell höher sind, sehr viel Geld sparen.

Achtet hier bitte darauf, das die Wurmkurz den vorgeschriebenen Inhaltsstoff enthält. Der steht aber meist nochmal bei den Einreisebestimmungen dabei. 

6. Futter

Ein wichtiges Thema auf Reisen!

Wir haben extra zwei Zwischenstopps in Deutschland eingelegt, damit wir während unserer mehrmonatigen Reise mit unserem Lieblingstrockenfutter versorgt sind. Dies gibt es jedoch auch nicht in bekannten Tierfutterläden, sondern nur online. Die Futtermenge eures Hundes kennt ihr ja und rechnet diese dann einfach auf die Tage, Wochen oder Monate hoch. 

Barfen geht wohl auch. Jedoch frage ich mich wirklich wie??!!! 

Haben die dann eine große Kühlstruhe im Van dabei? Oder kaufen sie einfach überall bedenkenlos Fleisch?

Also auf unserer Strecke und mir mit zwei Hunden an Bord war das für uns keine Option. Auch im Nachhinein nicht. 

Wir kennen jedoch auch viele, die einfach überall unterwegs ihr Futter besorgt haben, oder eben durch das Essen von Herrchen und Frauchen versorgt wurden. Geht alles. Macht es eben so, wie es euer Hund am besten verträgt.

Wir wollten unseren Hunden diese eine Gewohnheit lassen, da wir sehr zufrieden mit dem Trockfutter sind.


7. Kennt ihr euren Hund???

Eine blöde Frage, ich weiß. Wer sagt da schon nein. 

Aber ich offenbare euch nun eines: ich kenne meine Hunde nicht. Nicht in jeder Situation!

Egal wohin ihr fahrt, wie oft ihr schon irgendwo wart oder was euer Hund auch jahrelang toleriert hat, in Ausnahmesituationen ist alles anders. 

Unsere Hunde kennen Kinder, haben keine Probleme mit Gekreische, Getrampel und dem ständigen Anfassen. 

Jedoch lege auch ich meine Hand niemals für sie ins Feuer. Und in Marokko war ich blöde gesagt dazu gezwungen ihnen zu vertrauen. 

Denn die jüngere Generation, die meist in Scharen auftaucht, war in Marokko irgendwann die größte Herausforderung. 

Ihr könnt euch gerne in meinem Artikel      vergewissern, dass ich dies nicht abwertend meine. 

In anderen Ländern wird das Problem der vielen Straßenhunde einfach mit Giftködern bekämpft. Ihr habt eine kleine Mubera wie wir, die gerne alles frisst, was sie nur finden kann? Vielleicht denkt ihr doch mal über einen Maulkorb nach - nur zu ihrem Schutz. 

 

Was ich letztendlich sagen will, seid euch niemals zu sicher. Besonders wenn ein anderes Verständnis, eine andere Religion oder schlichtweg ein anderer Umgang mit Tieren plötzlich neue Herausforderungen hervorrufen. 

Ohne sich den Kopf zu sehr zu zerbrechen, sollte man sich daher vielleicht mal überlegen, in welchen Bereichen euer Hund einfach unsicher ist bzw. was ihr ihm zuliebe vielleicht meiden solltet.


Ja, das waren sie auch schon. Unsere sieben schlauen Tipps.

Keine 3 goldenen Regeln. Keine 10 Schritte, die euch den perfekten Urlaub oder die problemlose Reise mit Hund garantieren!

Für uns aber reichte genau das und auch wir waren nicht immer bestens vorbereitet. Dennoch stand das Wohl unserer zwei Border Collies immer an erster Stelle. 

Findet heraus, was euerem Hund auf Reisen besonders gefällt, seid nicht zu ängstlich, denkt nicht immer "das geht doch nicht mit Hund"!

Alles geht und ihr könnt es immer noch beenden, wenn es für euren Liebsten zur Tortur wird!

Gute Reise!