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Unser Ford Transit L3H3

Der Traum

Dominiks Traum war es in einem T3 Europa zu bereisen.

Es ist ein tolles Auto, dass einem so viel ermöglicht und bei dem dennoch minimalistisches Reisen im Vordergrund steht - genau unser Ding!

Durchdacht, wie Dominik alles angeht, hat er dieses Fahrzeug ganz genau unter die Lupe genommen, sich durch Foren gelesen, Preise gecheckt und die Tauglichkeit eines T3 für unsere Zwecke geprüft. 

 

 

Zuwachs

 

In der Zwischenzeit kamen Max und Mubera, unsere zwei Border Collies, zu uns und alle Überlegungen wurden noch einmal umgeworfen.

Wir hatten zu dieser Zeit einen T5 Multivan von Dominiks Bruder übernommen und machten damit unsere ersten Reisen in Deutschland. 

Max & Mubi nahmen zu dieser Zeit nur durch die riesigen Hundeboxen,

die wir provisorisch übereinander stapelten, viel Platz weg.

 

Im Welpenalter war das alles noch machbar in diesem VW Bus. 

Doch wir verliebten uns so sehr ins Camper-Leben, unsere Hunde wuchsen heran und wir hatten es leid in gebückter Haltung auf einem Quadratmeter die vom Spaziergang völlig durchnässten Klamotten auszuziehen, um anschließend nur ins Bett krabbeln zu können. 

 

 

Einen Ausbau hatten wir zu dieser Zeit auch noch nicht, demnach fehlte so einiges, auch wenn wir dieses einfach Reisen immer noch beibehalten wollen. 

Jedoch war uns auch klar: Sicherheit der Hunde geht vor und SO geht es nicht weiter. 

Stehhöhe und Allrad

Die Wahl fiel sofort auf einen Kastenwagen. Ein fertiges Wohnmobil kam nicht in Frage, denn wir wollten nach unseren Vorstellungen und vorallem nach den Bedürfnissen unserer Hunde selbst ausbauen!

Doch wenn schon Kastenwagen, dann auch bitte mit Stehhöhe. 

Wieder hieß es für Dominik den Daumen wund scrollen, Angebote und Ausstattungen vergleichen. 

Diese Recherchen erwiesen sich als ganz schön schwierig, da es in hunderten von Foren wieder tausende "Experten" gab, die dieses oder jenes schlecht redeten, von einigen Fahrzeugmodellen abrieten oder einem einfach ein schlechtes Gefühl aufdrängten. 

In Anbetracht einer großen Reise, die mehrere Monate gehen sollte, wollten wir uns jedoch von keinem noch so tollen Angebot blenden lassen. 

Wonach wir schauten?

Zuerst nach einem Sprinter. Er gefällt uns einfach.

Aber sobald wir auf Ausstattung und Baujahr achteten, wurde dieses Fahrzeug für unsere Verhältnisse einfach unverschämt teuer.

Unser Traumfahrzeug, dass uns außerdem Sicherheit bei allen Wetterlagen geben sollte, verfügt außerdem über Allradantrieb. 

Und mit diesem Faktor schnellten die Preise nochmal in die Höhe. 

Der Sprinter war für uns nicht mehr erschwinglich, da wir auch kein allzu altes Fahrzeug wollten. 

Transitte

Ein Fiat Ducato gefiel uns äußerlich nicht, auch wenn er  durch seine Form und seine Gegebenheiten unglaublich viele Möglichkeiten zum Ausbauen bietet. 

Der VW Crafter zu dieser Zeit in aller Munde, war uns auch ein bisschen zu teuer und schied auch hier aufgrund des Designs und des Preises aus. 

Es gibt natürlich unzählige Modelle und Möglichkeiten, aber da uns unser Camper erstmal auf unbestimmte Zeit als Zuhause und für Dominik auch als Alltagsfahrzeug dienen sollte, kam ein älterer Van nicht in Frage. 

Und da stand sie plötzlich im Internet, unsere Transitte:

Baujahr 2015, Erstzulassung 2017, im Einsatz bei einem Fordhändler und gerade mal 50.000 km auf dem Buckel. 

Wir fuhren fast 500 km nach Ostdeutschland und verliebten uns in die schneeweiße Allrad-Perle. 

Für 25.000 € für ihr Alter und ihre Leistung gehörte sie schließlich uns und wir sind auch nach unserer 7-monatigen Reise mehr als zufrieden.

Trotz eines Motorschadens nach zwei Monaten (mitten im Ausbau, bei gekündigten Jobs) erfüllte sie uns schon jetzt all unsere Träume und ist uns fortan ein verlässliches Fahrzeug.

 

Fazit

Nein, bisher hätten wir uns für kein anderes Fahrzeug entschieden.

Sie fährt uns tausende Kilometer durch Dänemark, Norwegen und Schweden, übersteht jeden Sturm mit uns in Schottland und Irland, schluckt mit uns bei den teuren Spritpreisen in Frankreich, trotzt der Sonne, dem Sand und der salzige Luft in Spanien und Portugal und gibt sogar in Marokko auf einigen Offroadstrecken ihr Bestes, trotz alter Reifen.

Wir sind sicher, dass das Disaster mit dem Motor an dem Modell lag und dass wir in der heutigen Zeit der Technik und Elektronik eben mit solchen Ausfällen rechnen müssen - bei jedem Fahrzeug.

Unglücklich, dass es uns traf, aber ihr neues "Herz" hat uns nie enttäuscht. Unser Ford Transot L3H3 hat uns ein relativ schnelles Reisen ermöglicht und uns auch sonst viele Wege offen gehalten, wo wir mit einem älteren oder einem anderen Fahrzeug bereits an unsere Grenzen gestoßen wären. 

Sie ist immer noch kompakt, nicht zu lang, nicht zu groß und einfach der perfekte Camper für uns und unsere Hunde. 

 

Unsere Irna.